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GĂ€stebuch

 

aktualisiert 05.10.2009

Pressemeldungen:

 

AllgÀuer Zeitung 23.2.2009

 

AllgÀuer Zeitung 13.2.2009

 

Löwenzahnfreuden an Pfingsten 2008 - AktivitÀten an Pfingsten - Bericht in der örtlichen Presse

 

19. April 2008 - die AllgĂ€uer Zeitung berichtet ĂŒber den 1. Spatenstich zum neuen Turm

 

Am Mittwoch 19.3.2008 berichtet die AllgĂ€uer Zeitung ĂŒber das Ende der Winterpause

 

Am Mittwoch 26.9.2007 kann die Presse ĂŒber die erste erfolgreiche Weinlese berichten:

 

Am 14.9.2007 berichtig die AllgĂ€uer Zeitung ĂŒber die Vernisage von “Opus Caementitium”

 

Am “Tag des offenen Denkmals” boten die Römerfreunde ein ganz besonderes Schmankerl an
- die AllgÀuer Zeitung berichtete am 14.9.2007:

 

Der römische Wein gedeiht bestens - AllgÀuer Zeitung vom 29. Juni 2007

 

21.6.2007 - AllgÀuer Zeitung:

 

Die AllgĂ€uer Zeitung Marktoberdorf berichtet am 14.Juni 2007 ĂŒber den kĂŒnftigen Erlebnispfad:

 

Am 23. Mai 2007 bringt auch der Kreisbote
einen Nachruf, aber auch eine Vorschau
auf das kommende Jahr



 

17. Mai 2007 - Die AllgĂ€uer Zeitung berichtet ĂŒber den Tag der Offenen TĂŒr

 

 

 

Anfang Mai 2007 -
Die AllgÀuer Zeitung
berichtet ĂŒber die
Ankunft der Schafe
und kĂŒndigt den
Tag der offenen TĂŒr an.
.

 

Anfang Mai 2007 berichtet
der Kreisbote ĂŒber den Verein
der Römerfreunde
.

 

 

 

 

 

Marktoberdorf   28.03.2007 – AllgĂ€uer Zeitung

KulturschÀtze stÀrken OstallgÀuer Landschaft - BLfD dokumentiert Erfolge der Denkmalpflege in der Region

Marktoberdorf/MĂŒnchen (fro). „Der Fund von Kohlhunden ist von religionsgeschichtlicher Bedeutung und außerordentlich interessant.“ Er spiegle siedlungshistorisch einen engen Zeitausschnitt in der Mitte des dritten Jahrhunderts wider, der selten so geschlossen im archĂ€ologischen Fundbild Bayerns hervortrete. Nachzulesen ist dies in den kĂŒrzlich erschienenen JahrbĂŒchern 2000 bis 2003, die das Bayerische Landesamt fĂŒr Denkmalpflege (BLfD) herausgibt. Darin werden neben der Römervilla in Marktoberdorf-Kohlhunden vier weitere regionale DenkmĂ€ler gewĂŒrdigt.

2002 kamen bei Bauarbeiten fĂŒr die Trasse der Staatsstraße an einer MorĂ€nengruppe am Marktoberdorfer Kuhstallweiher insgesamt zehn GebĂ€ude ohne UmzĂ€unung aus der Römerzeit zum Vorschein: ein Wohnhaus, acht WirtschaftsgebĂ€ude und ein Familienbad als „Standard antiker Hygiene“. „Streusiedlungen dieser Art wurden von bĂ€uerlichen Familien bewohnt“, schreiben die Autoren Wolfgang Czysz und Markus Scholz vom BLfD.

Isoliert am Nordrand der Siedlung zeigte sich eine unscheinbare VerfĂ€rbung, â€žĂŒber die tonnenschwere Bagger und Lastwagen schon hin und her gewalzt sein mussten“. Dort fanden die Experten ein klassisches GefĂ€ĂŸ-Depot. AuffĂ€lligster Bestandteil ist die „Terra Sigillata“, ein Geschirrsatz, der auch zum Opfern diente, wie verbrannte Schweinerippen verdeutlichten. Wie die Inschriften auf dem Geschirr zeigen, stammt es aus dem damaligen rheinischen Manufakturzentrum Rheinzabern und wurde damit dem Gott Hercules geopfert. Zudem wurden Schreibutensilien in dem Depot gefunden. Der Gutshof vom Typ „villa rustica“ ist vermutlich Mitte des zweiten Jahrhunderts gebaut und etwa 100 Jahre spĂ€ter aufgegeben worden. Denn schon damals unter Kaiser Valerian (253 bis 260) rĂŒckten Franken und Alemannen ĂŒber den Limes bis nach Oberitalien vor. „Damals geriet das römische Reich zum ersten Mal ins Wanken. Welcher Gott passte da besser als der starke, siegreiche Herkules“, so die Autoren.

 

Marktoberdorf  20.03.2007 - AllgĂ€uer Zeitung

Viel zu arbeiten und zu schauen am Römerbad - Förderverein stellt AktivitĂ€ten vor - Tag der offenen TĂŒr

Marktoberdorf (id). Arbeits- und auch recht erfolgreich sei das erste Jahr des Fördervereins Römerbad Marktoberdorf verlaufen, bilanzierte Vorsitzender Geoffrey Cheeseman. FĂŒr das laufende Jahr sei wieder viel geplant, kĂŒndigte er an. Kassier Wolfgang Heckel berichtete von einem langsamen, aber stetigen Wachstum der Gemeinschaft. Sie zĂ€hle 52 Mitglieder, das Beitragsaufkommen liege bei rund 1000 Euro jĂ€hrlich.

Das bisher Geschaffene sei nur durch die Mithilfe der Mitglieder, der örtlichen Schulen mit ihren LehrkrĂ€ften, der Vereine wie der Wasserwacht, der GeschĂ€ftsleute und durch zahlreiche Spenden möglich gewesen, hob Cheeseman hervor. Die Namen seien auf „Spenden-Danksteinen“ im Schutzbau verewigt. Die jĂŒngste Sachspende sei das Brunnenloch fĂŒr die SchaftrĂ€nke gewesen, das eine Firma kostenlos gebohrt habe. Die TrĂ€nke fĂŒr die Schafe sei nun fertig; es fehle nur noch die Wasserpumpe. Auch der Unterstand und Schutzzaun fĂŒr die Tiere seien im Bau. Die Schafe, die als „lebende RasenmĂ€her“ auf einem Teil des SchutzbaugelĂ€ndes grasen sollen, werden im Mai herantransportiert. Helmut Lenz will bei den Schafen und auf dem GelĂ€nde nach dem Rechten sehen.

Mit Begeisterung bei der Sache

Cheeseman bedankte sich auch bei Förster Harald Husel vom Amt fĂŒr Landwirtschaft und Forsten. Er sei mit seinen Helfern zu einer großen StĂŒtze fĂŒr den Verein geworden. Die Forstarbeiter seien mit Begeisterung bei der Sache, gestalteten in Eigeninitiative mehrere Stationen fĂŒr die Wanderwege und stellten Sitzgruppen und SpielgerĂ€te her.

FĂŒr die Wanderwege wolle der Verein eine Ausstellungsvitrine anschaffen, kĂŒndigte der Vorsitzende an. Inzwischen seien auch drei hölzerne LegionĂ€re - einen sponserte Mitglied Werner HĂ€ndel - angekommen, die ĂŒber den Zaun zur Umgehungsstraße schauend auf das Römerbad aufmerksam machen sollen. Weit fortgeschritten seien auch die PlĂ€ne fĂŒr einen Aussichtsturm am Schutzbau.

Nach Aussage von Herbert Eigler und Peter Heidrich steht der 23. Juni als Einweihungsdatum fĂŒr den ersten geologisch-historischen Erlebnispfad fest. Beim zweiten gebe es etliche Schwierigkeiten, so dass dieser wohl erst im nĂ€chsten Jahr fertiggestellt werden könne. Immer wieder ĂŒbernĂ€hmen BĂŒrger freiwillig Arbeiten, lobten sie. So habe sich Werner Sepp bereiterklĂ€rt, den von der Stadt gelieferte Kies auf dem neuen Weg in den Steinbruch beim Ettwieser Weiher zu verteilen.

Sylvia Sterzenbach ging auf die einzelnen, fĂŒr diesen Sommer geplanten Veranstaltungen ein. Am 17. Mai wird ein Tag der offenen TĂŒr am Römerbad in Kohlhunden mit ausfĂŒhrlichem Rahmenprogramm wie Brotbacken nach alten Rezepten und Bewirtung stattfinden. Denn auch im Schutzbau habe sich einiges seit der feierlichen Eröffnung mit Römerfest im vergangenen Jahr verĂ€ndert. Am 15. Juni wird sich der Verein an der Kulturexpedition OstallgĂ€u beteiligen. Am Tag des offenen Denkmals beteiligt sich der Förderverein mit verlĂ€ngerten Öffnungszeiten und FĂŒhrungen im Schutzbau.

In den Rathaussaal nach Marktoberdorf wurde die Ausstellung „Opus cementitium“ geholt. Sie biete vom 12. September bis 20. Oktober mit interessantem Rahmenprogramm einen Einblick in die lange Geschichte des Bauens. Die letzte Veranstaltung heuer ist der fĂŒr den 13. Oktober geplante Aktionstag fĂŒr die ganze Familie mit Angeboten am Römerbad und am Rathausplatz im Rahmen der Museumsnacht.

 

Marktoberdorf    18.01.2007 - AllgĂ€uer Zeitung

Abendkonzerte am römischen Gutshof - Förderverein voller Ideen - Jetzt erfolgt Weichenstellung

Marktoberdorf/Kohlhunden (af). Auf dem GelĂ€nde in Kohlhunden passiert derzeit fast nichts. Trotzdem ist der Winter fĂŒr den Verein „Römerbad Marktoberdorf“ mit die wichtigste Zeit des Jahres. Es werden Weichen gestellt. Soll will die Gemeinschaft kĂŒnftig Schafe als lebende „RasenmĂ€her“ einsetzen, einen Aussichtsturm und einen Brunnen erstellen lassen, die Ausstellung im Schutzbau fertigstellen, die Lehrpfade weiter bauen, Aktionen und Abendkonzerte organisieren. Dazu sind dem Verein neben Geld auch weitere Mitglieder willkommen.

Das vergangene Jahr beschreibt der Vorsitzende des Fördervereins, Geoffrey Cheeseman, als „erlebnis- und erfolgreich“. Enorm viel sei geleistet worden, wofĂŒr er sich bei all denjenigen Mitwirkenden bedankt, die die Arbeit ideell, finanziell oder mit praktischer TĂ€tigkeit voran getrieben haben. Dabei stellt er fest: „Die Kritik wird zunehmend weniger.“ Denn der Schutzbau ĂŒber dem römischen Badehaus aus dem 3. Jahrhundert hatte im Stadtrat und in der Bevölkerung fĂŒr reichlich Diskussionsstoff gesorgt.

Cheeseman aber blickt weiter voraus. In geraumer Zeit kann er das wahrscheinlich von luftiger Höhe aus. Denn auf dem GelĂ€nde soll unter Mithilfe der Berufsschule ein „Aussichtsturm im römischen Stil“ entstehen. Römerturm oder Wachtturm seien Begriffe, die zwar werbewirksam klĂ€ngen, mit denen sich die ArchĂ€ologen aber ĂŒberhaupt nicht anfreunden könnten. Denn es sei ungewiss, ob es so etwas auf dem GelĂ€nde der Villa Rustica, des Gutshofes, ĂŒberhaupt gegeben hat.

Mit UnterstĂŒtzung von Harald Husel von der Forstbetriebsgemeinschaft sollen Waldarbeiter des Walderlebniszentrums FĂŒssen HolzzĂ€une in verschiedenen Bauarten, FahrradstĂ€nder aus Holz und hölzerne Sitzecken errichten. Von dort aus können die Besucher ihren Blick nicht nur ĂŒber den mit Expertenwissen von SchĂŒlern angelegten Weinberg schweifen lassen, sondern auch ĂŒber zwei, drei Schafe. Sie sollen die RasenflĂ€che pflegen. Zu trinken erhalten sie aus einem „römischen“ Brunnenkopf, denn auf dem GelĂ€nde wurde Wasser entdeckt. „Das wird dann eine weitere Attraktion“, sagt Cheeseman, wobei er nicht verhehlt, dass er sich auch schon - sobald die Tiere schlachtreif sind - auf einen saftigen Lammbraten freut: „Mit Mintsoße natĂŒrlich.“

Die ersten FrĂŒchte der Arbeit seien bereits von GrundschĂŒlern aus Thalhofen geerntet worden. Es handelt sich um Flachs, der von den Kindern weiterverarbeitet werden soll. Überlegt werde, ob nicht ein oder zwei Getreidesorten angebaut werden können. Deren Mehl könnte als Grundlage fĂŒr das Brotbacken dienen.

Doch nicht nur im Außenbereich geschieht etwas, sondern auch innerhalb des Schutzbaues. Sobald die Bauarbeiten beendet sind, wollen sich die Römerfreunde mit einer informativen und interessanten Ausstellung beschĂ€ftigen. Die jetzige soll durch eine professionellere Darstellung ersetzt werden. Dazu habe der ArchĂ€ologische Park Kempten sogar einige GegenstĂ€nde als Dauerleihgabe zur VerfĂŒgung gestellt, freut sich der Vorsitzende.

LegionÀre weisen den Weg

Neben der Werbung soll auch der Veranstaltungsreigen ausgebaut werden. Dem Förderverein schweben da Wochenend-Aktionen, Abendkonzerte, Lesungen und etliches mehr vor. „Wer einmal die Abendstimmung draußen erlebt hat, wird sich sicherlich auf das Programm freuen können.“

Um entlang der Umgehungsstraße bei Kohlhunden auf den historischen Fund hinzuweisen, sollen demnĂ€chst drei hölzerne LegionĂ€re die Autofahrer zum Abbiegen verleiten. Ferner sollen Hinweisschilder an der Straße den richtigen Weg zum Kuhstallweiher weisen. „Es geht immer weiter“, fasst Cheeseman das Engagement der nunmehr 50 Vereinsmitglieder und ihrer Gönner zusammen.

iIm Internet stellt der Förderverein sich und die Anlage unter der Adresse www.roemerbad-marktoberdorf.de vor.

 

Marktoberdorf  03.07.2006 - AllgĂ€uer Zeitung

Arbeit fĂŒr Römer geht jetzt erst richtig los

Stadt und Organisatoren mit Einweihungsfeier am Römerbad zufrieden - Wiederholung scheint wahrscheinlich

Marktoberdorf (vit). - „Es war wunderschön“, freut sich der Vorsitzende der Marktoberdorfer Römerfreunde, Geoffrey Cheeseman, ĂŒber die Einweihung des Schutzbaus ĂŒber dem antiken Badehaus bei Kohlhunden. Doch mit dem gelungenen Fest, zu dem am Wochenende Tausende an den Kuhstallweiher kamen, stehen die Römerfreunde nun eigentlich erst am Anfang: Mit Themen-Wanderwegen, FĂŒhrungen, Aktionstagen und Pauschalpaketen soll das Bauwerk auch kĂŒnftig die Geschichte lebendig machen. Eine Wiederholung des Römerfestes gilt als wahrscheinlich, erklĂ€rt BĂŒrgermeister Werner Himmer. Cheeseman verweist auf das Engagement vieler Ehrenamtlicher bei den Römerfreunden, die sich fĂŒr das Fest am Wochenende engagiert haben. Dadurch verlief die Veranstaltung am Wochenende reibungslos. Ein ganz wichtiger Aspekt war das Sommerwetter, bei Regen hĂ€tte man rund um den Schutzbau Probleme bekommen, weiß Cheeseman. Er lobt neben den eigenen Vereinsmitgliedern auch die vielen Sponsoren, die zum Schutzbau, aber auch zum Gelingen des Festes beigetragen haben. Wichtig seien fĂŒr das Fest die Pfadfinder genauso gewesen wie die Korbflechterin, die SchĂŒler mit TheaterstĂŒcken oder die speziellen Römersemmeln. Begeisterte Stimmen, so Cheeseman, habe er nicht nur von Besuchern gehört, sondern auch bei einer ersten Manöverkritik der Organisatoren. Die wollen nach der Abrechnung auch entscheiden, ob man ein solches Fest wiederholt. Dabei könne man sicher wieder einen römischen Markt anbieten. Auch den römischen LegionĂ€ren aus Augsburg (Populares Videlicenses) habe es so gut gefallen, dass sie gerne wieder nach Kohlhunden kommen.

Denkbar sei ein römisches Weinfest - außerhalb der Feierzeit im Juli. Die Neugier sei geweckt, nun gelte es weiter Ideen zu entwickeln, erklĂ€rt der „Römerhauptmann“ englischer Herkunft. Fixpunkte seien zwei geologisch-geschichtliche Wanderwege. Vom Schutzbau aus soll der eine zum Kuhstallweiher fĂŒhren, der andere zum Eisweiher. Auf dem eineinhalbstĂŒndigen Weg werde man allerlei Wissenswertes erfahren. Auch die Beschilderung an der Staatsstraße aus und am Radweg wird noch erstellt. Wichtig sind Cheeseman zudem Veranstaltungen: „Das Bad alleine reißt keinen vom Hocker“, ordnete er die Grundmauern ein. Wichtig sei daher ein Begleitprogramm. So könne man einen Seminartag „Brotbacken wie die Römer“ gestalten, auch zum „Buddeln“ wie die ArchĂ€ologen könne man Interessierte einladen. Eine weitere Idee seien Tourismuspakete: FĂŒhrung in Kohlhunden, römisches Mahl in einem Marktoberdorfer Gasthof, Themenwanderung und Besichtigung bei Fendt, Rösle oder im Brauhaus, nennt er ein Beispiel. Rund um das Römerbad mĂŒsse stĂ€ndig Programm sein, pflichtet BĂŒrgermeister Werner Himmer bei. Dies sei aber bei den Römerfreunden gut aufgehoben. Das Fest am Wochenende habe seine Erwartungen weit ĂŒbertroffen. Das sei zwar ein Verdienst vieler, sein ganz großer Dank gelte aber Geoffrey Cheeseman. Himmer kann sich beim Badhaus mit Amphitheater auch ein Fest vorstellen, wenn der Wanderweg fertig und die Bestandssicherung an den Grundmauern abgeschlossen ist.

 

Marktoberdorf  02.07.2006 - AllgĂ€uer Zeitung

Kein nutzloses Museum in der PrÀrie

Schutzbau um das römische Badehaus von Kohlhunden mit großem Fest eröffnet - Wanderwege ergĂ€nzen das Projekt

Marktoberdorf/Kohlhunden (vit). - Durchschnittlich einmal pro Monat ist Michel Bayer von den „Populares Vindelicenses“ aus Augsburg bei römischen Festen. Und ihm hat's am Wochenende in Kohlhunden gefallen: Der historische Hintergrund werde gut aufbereitet, das Programm sei gut darauf abgestimmt. Die Höhepunkte der Szene bleiben zwar die Spektakel in Trier und Xanten. Aber das Marktoberdorfer Römerfest sei gleich zur Premiere auf der nĂ€chsten Stufe darunter gelandet, gibt er ein dickes Kompliment an die Organisatoren. Ein Urteil, dem sich auch weniger vom Römer-Virus Infizierten anschließen: Immer wieder kommen Besucher zu Cheforganisator Geoffrey Cheeseman und loben das Angebot: stilgerechtes Handwerk, Theater, Essen und mitten drin das römischen Badehaus, das am Samstag eröffnet wurde. Beeindruckt zeigten sich die schĂ€tzungsweise 2000 Besucher, was alles rund um das Römerbad passierte. Viele Handwerker hatten sich auf die Wurzeln ihrer Kunst besonnen: Steinmetz Bernhard Schmid bearbeitete römische SĂ€ulen, Barbara Fischer töpferte römisches Geschirr und Erwin Hardwig schmiedete Schwerter. Auch Bogenmacher und Weber, KrĂ€uterkundige und Feuerschlucker mischten sich unter das Volk. Theater und römische Spiele ergĂ€nzten dies, und da in Rom bekanntlich „panes et circenses“ (Brot und Spiele) das Volk besĂ€nftigten, durfte auch das passende Mahl nicht fehlen. Remigius Lutz fertigte BratwĂŒrste nach antikem Vorbild und Ludwig Blochum briet ein Ferkel am Spieß. NatĂŒrlich gehören zu einem Fest auch Senatores, Imperatores et Sacerdotes, die RĂ€te, Herrscher und Priester. Ihre Stunde schlug bei der offiziellen Eröffnung des Schutzbaus ĂŒber den Grundmauer eines römischen Badhauses. Von FanfarenklĂ€ngen begleitet zogen sie - Gladiatoren gleich - ins Amphitheater ein. BĂŒrgermeister Werner Himmer dankte fĂŒr die vielfĂ€ltige UnterstĂŒtzung, die dieses Projekt erfahren hatte - sei es durch BerufsschĂŒler, die eine stilgerechte Trockenmauer schichteten, oder durch Weinstöcke, deren Frucht man hoffentlich als 2007er Römerwein bei einem weiteren Fest verkosten könne. Dieses breite Engagement, so Himmer zeige die Nachhaltigkeit des Projektes. Einheimischen und Besuchern verdeutliche es, dass Marktoberdorf nicht nur von Kelten und Alemannen besiedelt war, sondern auch von den Römern. Das Haus werde kĂŒnftig jeden Sonntagvormittag auch fĂŒr GruppenfĂŒhrungen geöffnet sein. Zwei Wanderwege zum Eisweiher und Kuhstallweiher werden noch angelegt, auf denen man historisch und geologisch interessantes erfahren kann.Über Verwaltungsgrenzen hinaus zu denken, riet Landrat Johann Fleschhut. Mit Via Claudia, Römervilla in Hohenschwangau und den RömerstĂ€tten in Kempten könne die Region bei Antikem aufwarten. Und es mĂŒsse nicht immer ein Bauwerk von der Dimension der Pyramiden sein, das Geschichte erlebbar macht. Durch das Römerbad könne man SchĂŒler gut an die Geschichte ihrer Heimat heranfĂŒhren. Fleschhut meinte scherzhaft, passend zum großen Römerfest habe man nun ja sogar noch ein Halbfinale Deutschland-Italien im Begleitprogramm organisiert.

Latein fĂŒr den Beruf„Non scholae, sed vitae discimus“, kramte der AllgĂ€uer Leader-plus-Manager Ethelbert Babl aus seinem lateinischen Zitatenschatz: Nicht nur fĂŒr die Schule, sondern auch fĂŒr das Leben lernen wir. Endlich könne er das große Latinum beruflich anwenden. Trotz kritischer Anmerkungen ĂŒberregionaler Medien, warum man fĂŒr ein Dach von „ein paar unbedeutenden Steinen“ 139 000 Euro von der EU zuschieße, sei dies ein wirklich förderungswĂŒrdiges Projekt. Das Fest zeige , dass hier kein ungenutztes Museum in der PrĂ€rie entstehe, sondern die BĂŒrger das Ganze mit Leben erfĂŒllen. Dass das OstallgĂ€u mit seinen EU-geförderten Projekten auf einem guten Weg sei, beweise die bundesweit bekannte Radregion. FĂŒr den Ort, an dem einst Severus dem Herkules opferte, gab es auch den christlichen Segen: Monsignore Wilhelm Tome und sein evangelischer Kollege Andreas Fach segneten das Bauwerk. (Mehr Fotos unter www. all-in. de/Veranstaltungen)

 

Marktoberdorf  28.06.2006 - AllgĂ€uer Zeitung

„Spaß an schönem Römerfest“

Große Eröffnungsfeier fĂŒr Badehaus - Viel altes Handwerk - Dreikampf fĂŒr Jedermann

Marktoberdorf (af). - An den Tuniken wird letzte Hand angelegt, die RĂŒstung fĂŒr das Fest poliert, der gebrannte Topf aus dem Ofen geholt und fĂŒr den Verkauf bereit gestellt. Denn nach Kohlhunden kehren fĂŒr ein Wochenende die Römer zurĂŒck. Der Anlass ist aus ihrer Sicht höchst erfreulich: Der Schutzbau fĂŒr das Badehaus, in dem dereinst ihre Vorfahren Entspannung suchten, wird am 1. und 2. Juli mit einem großen Fest eröffnet. Damit viele Marktoberdorfer daran teilhaben können, setzt die Stadt sogar einen neuzeitlichen Pendelbus ein. Der Wunsch des Fördervereins „Römerbad Marktoberdorf“ ist klar beschrieben: „Mögen die Menschen aufgeschlossen der Idee gegenĂŒber kommen, sich daran erfreuen und ein StĂŒck ihrer eigenen Vergangenheit nĂ€her kommen“®, beschreibt es dessen Vorsitzender Geoffrey Cheeseman. Denn in Teilen der Bevölkerung und auch im Stadtrat ist das Projekt wegen seiner Kosten bekanntlich nicht unumstritten. Rund 290 000 Euro kosten Schutzbau und begleitende Maßnahmen. Davon zahlt das europĂ€ische Förderprogramm Leader plus 139 000 Euro.

Viel Zuspruch fĂŒr Konzept Doch Cheeseman erfĂ€hrt nach eigenen Worten immer mehr Zuspruch, je weiter das Werk voran schreitet. Etliche Marktoberdorfer Firmen unterstĂŒtzen den Verein, von steinernen HandmĂŒhlen ĂŒber Unterlagen fĂŒr die Sitzgruppe vor dem Haus und beschreibenden Tafeln bis hin zu AbfallbehĂ€ltern, Ehrengeschenken und natĂŒrlich der Nachbildung römischer Keramik.

Wertvolle Preise zu gewinnen Gleiches gelte fĂŒr die Preise, die es am Wochenende zu gewinnen gibt. War es frĂŒher der Lorbeerkranz fĂŒr das Haupt, sind es diesmal Reisegutscheine, Grillbestecke, Handy, MP 3-Player, Investment-Anteile, Gewinnsparlose, SchlemmerfrĂŒhstĂŒck, RucksĂ€cke, Sporttaschen. Bevor sie ausgegeben werden, haben die Götter allerdings den Schweiß gesetzt. Denn diese PrĂ€sente erhalten die Sieger des Triathlons, bestehend aus Bogenschießen, Speerwurf auf ein Ziel und Kugelstoßen. Dieser in drei Altersklassen eingeteilte Wettbewerb fĂŒr die ganze Bevölkerung ersetzt das ursprĂŒnglich vorgesehene Streitwagenrennen und den FĂŒnfkampf, den Marktoberdorfer Vereine absolvieren sollten. Doch die Zahl der Anmeldungen sei weit hinter den Erwartungen geblieben. Dies sei fĂŒr das Fest der einzige Wermutstropfen, den der Verein schlucken musste, „alles andere lĂ€uft supergut“. Alles andere, das sind die Attraktionen, mit denen die Römerfreunde aufwarten. Da wird altes Handwerk prĂ€sentiert, wie es sich zur Römerzeit rund um einen großen Gutshof abgespielt haben könnte. Ob bei der verarbeitung von Stoff oder Ton, Holz oder Weiden, Leder oder Wolle, Stein oder Mehl - in den lebenden WerkstĂ€tten gibt es viel zu entdecken, zu kaufen, fĂŒr Leib und Seele zu genießen. Am Samstag, 1. Juli, öffnen die Fieranten ihre StĂ€nde von 11 bis 18 Uhr und am Sonntag von 10 bis 17 Uhr. Die feierliche Einweihung des Badehauses selbst erfolgt am Samstag um 12 Uhr. Theater und Modenschau zeigen die Römer, FĂŒhrungen durch die Anlage sind vorgesehen, ein Modell des Badehauses wird zu sehen sein. Außerdem erwartet der Verein besondere GĂ€ste: die Gruppe „Populares Vindelicenses“ aus Augsburg, die römische Geschichte lebendig werden lĂ€sst.

In Teamarbeit geleistet„Wir wollen, dass die Leute Spaß an einem schönes Fest haben“, sagt Cheeseman. Mit „wir“, und das betont er immer wieder, meint er das Team um sich herum: „Dessen Mithilfe ist unglaublich.“ Mit eingeschlossen darin sind auch die Schulen, die sich tatkrĂ€ftig einbringen. Der Vorsitzende ist sich sicher: „Wenn wir das richtig vermarkten, wird das eine Attraktion fĂŒr Marktoberdorf.“ Den ersten Schritt in diese Richtung setzt der Verein an diesem Wochenende. i Der Pendelbus zum Römerfest in Kohlhunden fĂ€hrt gegen eine Spende am Samstag ab Richard-Wengenmeier-Platz um 11, 13 und 15 Uhr und ab Kohlhunden in die Stadt um 16 und 18 Uhr. Am Sonntag ist er ab Marktoberdorf um 10, 12 und 14 Uhr unterwegs, ab Kohlhunden um 15 und 17 Uhr. Weitere Fahrten sind nach Bedarf möglich.

 

Marktoberdorf  18.05.2006 - AllgĂ€uer Zeitung

Auf TuchfĂŒhlung mit den alten Römern - Eröffnung des Badehauses mit großem Programm

Marktoberdorf/Kohlhunden (af). - Gut 1700 Jahre lang schlummerte das römische Badehaus in Kohlhunden unter der Erde. Kein Römer sah es nach dem Einfall der Germanen mehr. Das wird sich Ă€ndern. Denn mit der Eröffnung des Badehauses, seines Schutzbaues und der Außenanlagen kehren die Römer zurĂŒck. Eine Gruppe aus Augsburg wird die Besucher mit verschiedenen Aktionen in die damalige Zeit versetzen. Streitwagenrennen soll es geben, einen römischen FĂŒnfkampf, Handwerk aus jener Zeit und noch vieles mehr. Das kĂŒndigte der Förderverein „Römerbad Marktoberdorf“ fĂŒr das Wochenende 1. und 2. Juli an. Allerdings muss der Verein am Festwochenende mit Kompromissen leben. „Die Außenanlage wird bis zu Einweihung fertig. Innen wird es wahrscheinlich noch dauern, weil die Fundamente des Badeshauses erst von Experten gesichert werden mĂŒssen“, erklĂ€rte der Vorsitzende Geoffrey Cheeseman. Er nimmt diesen Umstand jedoch ein StĂŒck weit von der positiven Seite: „Dann können die Gruppen sehen, wie daran gearbeitet wird.“Gebaut wird noch an einem Modell, das den Besuchern die Funktionsweise des Badehauses erklĂ€ren sollen. Allein die Heizanlage sei eine Wissenschaft fĂŒr sich gewesen. Eine zweites Modell soll die frĂŒhere villa rustica, also den gesamten römischen Gutshof, von Kohlhunden darstellen. Schließlich gilt die Anlage als grĂ¶ĂŸte ihrer Art im AllgĂ€u.

Geschirr wie damals Rechtzeitig zum Festwochenende soll auch römisches Geschirr zu besichtigen sein. Allerdings handele es sich dabei nicht um die Originale von Kohlhunden. Die Hoffnung, sie jemals wieder als Dauerleihgabe nach Marktoberdorf zu bekommen, hat Cheeseman fast abgeschrieben. Genaue Kopien der GegenstĂ€nde seien „unbezahlbar“. So lĂ€sst der Verein nun Repliken fertigen - und spannt damit wieder den Bogen in die Römerzeit. Denn in Rheinzabern, woher die Kohlhundener Funde stammen, gibt es noch immer eine Manufaktur, die mit Lehm so genannte Terra Sigillata-GefĂ€ĂŸe herstellt. Die Herstellung sei dank großzĂŒgiger Spende von AGCO/Fendt möglich gewesen.

Vereine wirken mit Viele Marktoberdorfer unterstĂŒtzten das Projekt, alle Schulen der Stadt seien in irgendeiner Weise daran beteiligt. „Das ist gut fĂŒr die Kindern und ermutigend fĂŒr uns.“ Die MĂ€dchen und Buben sind auch aktiv in die Eröffnung einbezogen. Da gibt es fĂŒr sie eine Modenschau mit römischen Kreationen, römische Spiele, römisches Theater. Auch Erwachsene können sich aktiv am Fest beteiligen. So rief der Förderverein alle Marktoberdorfer Sportvereine zu Streitwagenrennen und römischem FĂŒnfkampf auf. Vier Personen ziehen dabei den Streitwagen durch den Parcours, wĂ€hrend die FĂŒnfte per Lanze manch knifflige Aufgabe erfĂŒllen muss. Organisiert wird dieser Wettbewerb von der Aktiven Jugend in Marktoberdorf (AIM) und den örtlichen Pfadfindern. FĂŒr Einzelsportler ist der FĂŒnfkampf unter Regie des Jugendtreffs Pion mit seinen Disziplinen Laufen, Schwimmen, historisches Bogenschießen, Speerwurf und Kugelstoßen gedacht. Cheeseman baut darauf, dass jeder Verein eine Mannschaft stellt und so zum Gelingen des Festes beitrĂ€gt. Wer eher zur Gruppe der Zuschauer zĂ€hlt, fĂŒr den sei der Handwerkermarkt genau das richtige: Töpfer, Steinmetz, Kupfertreiber, Kunstschmied, Korbmacher und andere zeigen dort ihre Fertigkeiten, die sie schon zur Römerzeit betrieben. Als einen der Höhepunkte nennt der Vorsitzende den Auftritt der Augsburger „Populares Vindelicenses“. Die Gruppe hat es sich zur Aufgabe gemacht, römische Geschichte, Kultur und Lebensweise begreifbar zu machen. So ist sie nicht nur in Kohlhunden, sondern unter anderem auch in Regensburg, Trier, Lyon und Speyer ein immer wieder gern gesehener Gast. i Vereine, die sich an Kampfwagenrennen oder FĂŒnfkampf beteiligen wollen, melden sich unter der Telefonnummer 0 83 42/4 15 88 bei Geoffrey Cheeseman an. Das nĂ€chste Treffen des Fördervereins ist am Donnerstag, 1. Juni, um 19.30 Uhr im Gasthaus „Hirsch“.

 

 

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